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Das Google-Core-Update vom März 2026 und wie Sie reagieren

Das Core-Update vom März 2026 ist abgeschlossen. Wann Sie Ihre Zahlen prüfen, wie Sie Ursachen trennen und welche Reaktionen jetzt sinnvoll sind.

5 Min. Lesezeitturbo2web · seit 2003

Mehrmals im Jahr ändert Google seine Suche grundlegend. Ende März war es wieder so weit. Laut Google Search Status Dashboard begann das März-2026-Core-Update am 27. März und war am 8. April abgeschlossen. Die Einführung dauerte damit gut zwölf Tage.

Vielleicht haben Sie in diesen Tagen Bewegung in Ihren Zahlen gesehen. Vielleicht auch nicht, denn die meisten Websites spüren ein Core-Update kaum. Dieser Beitrag erklärt, was ein solches Update ist, wann Sie Ihre Daten sinnvoll auswerten und welche Reaktionen helfen.

Was ein Core-Update ist

Ein Core-Update ist keine neue Regel und keine Strafe. Google passt dabei die Systeme an, mit denen es Suchergebnisse insgesamt bewertet. In der Erklärung zu Core-Updates betont Google, dass solche Updates nicht auf bestimmte Seiten oder Websites zielen. Verliert Ihre Seite Positionen, heißt das nicht, dass sie etwas falsch gemacht hat. Es kann auch bedeuten, dass andere Seiten für dieselbe Frage nun als hilfreicher gelten.

Das ist wichtig für die Reaktion. Bei einer Strafe sucht man den Verstoß. Bei einem Core-Update sucht man die Antwort auf eine andere Frage: Ist meine Seite für diese Suche wirklich die beste Antwort?

Ein zweites Update kurz davor

Etwas Verwirrung stiftet, dass Google kurz vorher ein weiteres Update eingeführt hat. Laut Status Dashboard lief ab dem 24. März ein Spam-Update, das nach knapp 20 Stunden beendet war. Spam-Updates richten sich gegen Verstöße gegen die Spam-Richtlinien, etwa gekaufte Links oder massenhaft erzeugte Seiten.

Sehen Sie einen deutlichen Einbruch genau um den 24. oder 25. März, lohnt sich deshalb ein Blick, ob Ihre Website gegen diese Richtlinien verstoßen könnte. Ein Rückgang, der sich ab dem 27. März über mehrere Tage aufbaut, passt eher zum Core-Update.

Warten Sie mindestens eine Woche

Google empfiehlt, nach dem Ende eines Core-Updates mindestens eine volle Woche zu warten, bevor Sie Ihre Daten auswerten. Für das März-Update heißt das: frühestens ab dem 15. April, besser etwas später. Bis dahin können sich Positionen noch einpendeln, und vorschnelle Änderungen machen das Bild nur unübersichtlicher.

So werten Sie Ihre Daten aus

1. Den richtigen Zeitraum vergleichen

Öffnen Sie in der Search Console den Leistungsbericht. Vergleichen Sie eine Woche nach dem Ende des Updates mit einer Woche vor dem Beginn. Google schlägt genau diesen Vergleich vor. Wählen Sie gleich lange Zeiträume mit denselben Wochentagen, sonst vergleichen Sie Wochenenden mit Arbeitstagen.

2. Die Feiertage mitdenken

In diesem Jahr kommt ein Sonderfall hinzu. Ostern fiel mitten in die Einführung des Updates. Viele Branchen haben über die Feiertage weniger Suchanfragen, manche mehr. Ein Rückgang um Ostern ist deshalb nicht automatisch eine Folge des Updates. Vergleichen Sie im Zweifel zusätzlich mit dem Osterzeitraum des Vorjahres.

3. Positionen statt nur Klicks ansehen

Weniger Klicks können viele Ursachen haben: weniger Nachfrage, mehr Anzeigen über den Suchergebnissen oder Antworten von Googles KI direkt in der Suche, etwa im KI-Modus. Sind aber die durchschnittlichen Positionen für Ihre wichtigen Suchbegriffe deutlich gefallen, spricht das eher für das Update.

4. Nach Seiten und Suchbegriffen aufschlüsseln

Betrifft der Rückgang die ganze Website oder einzelne Seiten? Verliert vor allem der Blog, eine bestimmte Leistung oder die Startseite? Diese Aufteilung ist der wichtigste Schritt. Sie zeigt, wo Sie ansetzen müssen.

5. Technische Ursachen ausschließen

Bevor Sie das Update verantwortlich machen, prüfen Sie, ob in diesem Zeitraum etwas anderes passiert ist. Hat jemand das Tracking geändert, ein Plugin aktualisiert oder Seiten umbenannt? Meldet die Search Console neue Indexierungsprobleme? Solche Fehler sehen in den Zahlen oft aus wie ein Update-Effekt.

Einordnen, wie groß der Effekt ist

Beobachtung Mögliche Bedeutung Sinnvolle Reaktion
kleine Schwankung um wenige Positionen normale Bewegung nichts überstürzen, weiter beobachten
einzelne Seiten verlieren deutlich andere Seiten beantworten die Frage besser diese Seiten inhaltlich prüfen
große Teile der Website verlieren Bewertung der ganzen Website hat sich verschoben Inhalte grundsätzlich überprüfen
Einbruch genau um den 24. März möglicher Zusammenhang mit dem Spam-Update Spam-Richtlinien prüfen
plötzlicher Einbruch auf null eher ein technisches Problem Indexierung und Erreichbarkeit prüfen

Google rät ausdrücklich davon ab, Inhalte umzubauen, die gut funktionieren, nur weil sich Positionen leicht verschoben haben.

Was wirklich hilft

Wenn Seiten deutlich verloren haben, lohnt sich ein ehrlicher Blick. Google verweist dafür auf seinen Leitfaden zu hilfreichen, verlässlichen Inhalten. Dort finden Sie Fragen zur Selbstprüfung. Einige davon in eigenen Worten:

  • Bietet die Seite eigene Erfahrung, eigenes Wissen oder eigene Beispiele, oder fasst sie nur zusammen, was anderswo schon steht?
  • Bekommt ein Besucher eine vollständige Antwort, oder muss er danach weitersuchen?
  • Ist erkennbar, wer hinter dem Inhalt steht und warum diese Person oder Firma etwas davon versteht?
  • Würden Sie die Seite einem Bekannten empfehlen, der genau diese Frage hat?

Lassen Sie am besten eine Person, die nicht an der Website mitgearbeitet hat, ein paar betroffene Seiten mit diesen Fragen lesen. Fremde Augen sehen mehr.

Was Sie lieber lassen

  • Schnelle Tricks aus Foren. Suchbegriffe öfter einbauen, Datumsangaben ändern oder Texte künstlich verlängern bringt nichts.
  • Massenhaft Inhalte löschen. Google beschreibt das Entfernen von Inhalten als letzten Schritt, nicht als ersten.
  • Links kaufen. Das verstößt gegen die Spam-Richtlinien und verschärft das Problem.
  • Täglich nachsehen. Positionen schwanken. Wer jeden Tag reagiert, verliert den Überblick.

Wie lange eine Erholung dauert

Auch darauf gibt Google eine ehrliche Antwort. Manche Verbesserungen wirken nach wenigen Tagen. Bei anderen dauert es Monate, bis die Systeme erkennen, dass eine Website dauerhaft hilfreicher geworden ist. Manchmal zeigt sich der Effekt erst beim nächsten Core-Update. Planen Sie Verbesserungen deshalb gründlich statt hastig.

Wenn Sie Unterstützung bei der Auswertung oder bei der Überarbeitung betroffener Seiten möchten, finden Sie mehr unter SEO und KI-Sichtbarkeit. Zeigt sich, dass die Website insgesamt in die Jahre gekommen ist, kann auch ein Website-Relaunch der richtige Schritt sein.