Webdesign

Woran Sie erkennen, dass Ihre Website einen Relaunch braucht

Zehn Anzeichen, dass Ihre Website an Grenzen stößt, von Technik über Inhalte bis zu Anfragen. Und wann eine Überarbeitung statt eines Relaunchs genügt.

5 Min. Lesezeitturbo2web · seit 2003

Websites altern nicht von heute auf morgen. Sie altern leise. Ein Plugin wird nicht mehr aktualisiert, ein Text passt nicht mehr ganz zum Angebot, auf dem neuen Smartphone verrutscht ein Menü. Jedes Problem für sich ist klein. Zusammen führen sie dazu, dass die Website nicht mehr das leistet, was sie leisten soll.

Die folgenden zehn Anzeichen helfen Ihnen bei der Einschätzung. Treffen nur ein oder zwei zu, reicht oft eine gezielte Überarbeitung. Treffen viele zu, ist ein Relaunch meist der wirtschaftlichere Weg.

Technik

1. Updates sind nicht mehr möglich oder werden gefürchtet

Lässt sich das Redaktionssystem nicht mehr aktualisieren, weil sonst etwas kaputtgeht? Gibt es Erweiterungen, die seit Jahren keine Updates bekommen haben? Läuft die Website noch mit einer PHP-Version ohne Sicherheitsunterstützung? Dann ist die Technik zum Risiko geworden. Jeder weitere Monat macht den Schritt größer.

2. Die Website ist auf dem Smartphone mühsam

Öffnen Sie Ihre Website auf dem Handy und versuchen Sie, eine bestimmte Leistung zu finden und eine Anfrage zu stellen. Müssen Sie zoomen? Sind Knöpfe zu klein? Überlagert ein Banner wichtige Inhalte? Für die meisten Branchen ist das Smartphone heute das wichtigste Gerät, über das Menschen eine Website zum ersten Mal sehen.

3. Die Seiten laden spürbar langsam

Langsame Seiten kosten Geduld und damit Besucher. Wenn die Ursache in großen Bildern liegt, lässt sich das schnell beheben. Liegt sie im Aufbau des Systems, in vielen Erweiterungen oder in einem überladenen Theme, hilft oft nur ein Neuanfang.

4. Änderungen sind kompliziert oder teuer

Wenn jede kleine Textänderung einen Anruf beim Dienstleister erfordert oder Sie sich im Redaktionssystem nicht mehr zurechtfinden, kostet die Website laufend Zeit und Geld. Eine gute Website lässt sich im Alltag von den Menschen pflegen, die die Inhalte kennen.

Inhalte und Aussage

5. Die Website zeigt nicht mehr, was Sie heute anbieten

Unternehmen entwickeln sich. Neue Leistungen kommen dazu, Schwerpunkte verschieben sich, die Zielgruppe verändert sich. Passt die Struktur der Website noch dazu? Oder wurden neue Angebote nur irgendwo angehängt?

6. Das Design passt nicht mehr zum Unternehmen

Wirkt die Website älter als Ihr Unternehmen tatsächlich ist? Passt sie zu Ihrem aktuellen Logo, Ihren Fahrzeugen, Ihren Drucksachen? Besucher schließen von der Website auf das Unternehmen. Eine veraltete Gestaltung kann den Eindruck erwecken, dass Sie auch fachlich nicht auf dem neuesten Stand sind.

7. Sie schämen sich ein bisschen

Das ist kein technisches Kriterium, aber ein ehrliches. Wenn Sie Interessenten im Gespräch lieber nicht auf Ihre Website verweisen, ist das ein deutliches Signal.

Ergebnisse

8. Es kommen kaum Anfragen über die Website

Besucher kommen, aber melden sich nicht? Dann liegt das oft daran, dass sie nicht schnell genug finden, was sie suchen, oder dass der Weg zur Anfrage zu umständlich ist. Ein Blick in die Besucherzahlen und den Weg durch die Website zeigt meist, wo es hakt.

9. Sie werden bei Google kaum gefunden

Wenn Ihre Website selbst bei Suchanfragen zu Ihren Kernleistungen in Ihrer Region nicht auftaucht, kann das viele Ursachen haben: fehlende Seiten für einzelne Leistungen, technische Fehler, dünne Inhalte. Manche lassen sich einzeln beheben. Fehlt aber die grundlegende Struktur, ist ein Relaunch mit sauberer Seitenplanung die bessere Lösung.

10. Rechtliche oder sicherheitstechnische Anforderungen sind nicht erfüllt

Fehlt ein sauberes Einwilligungsmanagement für Cookies? Werden externe Schriften direkt von fremden Servern geladen? Ist ein Onlineshop nicht barrierefrei, obwohl er unter das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz fällt? Solche Lücken lassen sich auf alten Systemen manchmal nur mit großem Aufwand schließen.

Auswertung

Zählen Sie, wie viele Punkte zutreffen:

Treffer Einschätzung
0 bis 2 Pflege und gezielte Verbesserungen reichen
3 bis 5 Überarbeitung prüfen, Relaunch in den nächsten ein bis zwei Jahren einplanen
6 und mehr Ein Relaunch ist sehr wahrscheinlich der wirtschaftlichere Weg

Die Punkte 1, 9 und 10 wiegen besonders schwer. Treffen sie zu, sollten Sie nicht lange warten.

Überarbeitung oder Relaunch?

Nicht jedes Problem verlangt einen Neuanfang. Eine gezielte Überarbeitung kann sinnvoll sein, wenn die Technik aktuell und gut gepflegt ist, die Struktur im Kern stimmt und nur einzelne Bereiche schwächeln, etwa veraltete Texte, ein unübersichtliches Menü oder eine schwache Startseite. Dann lassen sich in überschaubarer Zeit spürbare Verbesserungen erreichen.

Ein Relaunch ist dagegen der bessere Weg, wenn die Technik selbst das Problem ist, wenn Struktur und Angebot nicht mehr zusammenpassen oder wenn so viele Baustellen bestehen, dass Einzelreparaturen teurer würden als ein sauberer Neuaufbau. Eine ehrliche Bestandsaufnahme vorab spart hier viel Geld.

Was ein guter Relaunch mitbringen sollte

Ein Relaunch ist mehr als ein neues Design. Er ist die Gelegenheit, Struktur, Inhalte und Technik gemeinsam neu zu denken. Wichtige Bausteine sind:

  • eine Bestandsaufnahme der bestehenden Inhalte und ihrer Besucherzahlen
  • eine neue Seitenstruktur, die sich an den Fragen Ihrer Kunden orientiert
  • Weiterleitungen von allen alten auf die passenden neuen Adressen
  • Technik, die sich auf Jahre pflegen und aktualisieren lässt
  • eine Prüfung nach dem Start, ob Google alles richtig erfasst

Gerade der Punkt mit den Weiterleitungen wird oft unterschätzt. Wer ihn vergisst, verliert Besucher, die über alte Links und Suchergebnisse kommen.

Seit 2003 begleiten wir Websites durch solche Umbrüche. Wenn Sie wissen möchten, ob sich bei Ihnen ein Relaunch lohnt, schauen wir uns Ihre Website gemeinsam mit Ihnen an. Mehr zum Vorgehen finden Sie unter Website-Relaunch. Soll gleich alles neu werden, auch Design und Texte, ist unsere Seite zu Webdesign der passende Einstieg.